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Corona und Familienrecht: Was hat das miteinander zu tun?

Die Corona – Krise wird sich auf alle Lebensbereiche auswirken. Bereits jetzt merkt jeder, dass die Arbeit anders ist als noch Ende Februar 2020. Sehr viele Arbeitnehmer oder auch Selbständige sind im Homeoffice, die Kitas und Schulen haben zu. Man geht nur noch kurz zum Einkaufen, ansonsten sind alle zu Hause.  “Das macht etwas mit einem”, sagen viele Familien- und Paarpsychologen. Der Alltag ist nicht mehr eingespielt, das Stresslevel steigt. Hinzu kommen Angst vor dem Jobverlust und Existenzängste. Niemand weiß so genau, wie lange die Situation anhält. Angst schaltet aber die Vernunft aus – das sehen wir alle, wenn wir beim Einkaufen die Toilettenpapierkäufer sehen. Wenn die Vernunft nicht zum Vorschein kommt, findet die Aggression ihr Ventil, es kommt zu Streitigkeiten. Konflikte, die schon länger schwelen, potenzieren sich auf engem Raum ohne Ausweichmöglichkeit. In China hat sich bereits gezeigt, dass die Scheidungsraten nach Abflachen der Coronaverbreitung sprunghaft in die Höhe geschnellt sind. Vermutlich ist dies auch in Europa und deshalb natürlich auch in Deutschland zu erwarten. 

Laut Experten kann es helfen, gedanklich einen Schritt zurückzutreten und die Situation als einen vorübergehenden Zustand zu sehen und so die Perspektive zu erweitern. Dies eröffnet auch Verständnis für den anderen. Und wer weiß: manchmal rückt man in solch einer Krise wieder zusammen!

 

 

2 Kommentare Schreiben Sie einen Kommentar

  1. Hallo, ich hoffe Sie können mir diese Frage beantworten. Jetzt wo sich die Regierung auf den Familienbonus geeinigt hat und jedes Kind mit dem Kindergeld zusammen 300 Euro erhält, ist dieses wie das Kindergeld als Einkommen des Kindes zu berücksichtigen und entsprechend im anfallenden Monat den Unterhalt um den Betrag zu kürzen? Vielen Dank und ein schönes Wochenende.

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      • Fachanwältin für Familienrecht Simone Graute
      • 03.07.20

      Hallo,
      inwieweit der Kinderbonus unterhaltsrechtlich angerechnet werden kann, ist logischerweise überhaupt nicht geklärt. Einerseits soll es eine Entlastung für denjenigen sein, der die Betreuung des Kindes leistet, das spricht für einen Verbleib bei der Mutter, andererseits soll der Bonus wie Kindergeld behandelt werden, was für eine hälftige Teilung spricht (also 150 € beim KindesU verrechnen). Ich vermute einmal, dass Ihr Verhältnis zur Kindesmutter hoch strittig sein wird, da man ansonsten nicht auf die Idee einer Kürzung kommen würde. Falls es einen vollstreckbaren Titel über den Kindesunterhalt gibt, müssten Sie im Falle einer Kürzung des Unterhaltsbetrages darauf achten, dass sie nicht eine Vollstreckung auf den Weg bringt. Titel gelten solange, bis sie aufgehoben werden oder eine dort festgelegte Befristung eintritt.

      Alles Gute
      Simone Graute
      Fachanwältin für Familienrecht

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